EOP-Wahlthema: Vielfalt und Diskriminierung in der Schule

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Wir freu­en uns, dass Sie sich bei der Vor­be­rei­tung auf Ihr EOP für das Wahl­the­ma “Viel­falt und Dis­kri­mi­nie­rung in der Schu­le” ent­schie­den haben. Im Fol­gen­den erhal­ten Sie einen kur­zen Über­blick über Zie­le, Ablauf und Orga­ni­sa­ti­on des Wahl­the­mas und wie Sie die­ses in Ihr Port­fo­lio einbinden.

Aufgabenerklärung zum Wahlthema

Icon Chat

Impuls

Sie über­le­gen für sich. Die Ergeb­nis­se kön­nen Sie schrift­lich fest­hal­ten — teil­wei­se bie­ten wir Ihnen hier­zu auch bestimm­te Tools an. Sie müs­sen sie aber nicht schrift­lich fixieren.

EOP digital Lernteam

Lern­team­aus­tausch

Sie tau­schen sich im Lern­team aus. Die Ergeb­nis­se kön­nen, müs­sen Sie aber nicht in einer bestimm­ten Wei­se festhalten.

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ePortfo­lio

Auf­ga­ben mit die­sem Icon bedeu­ten, dass Sie die Ergeb­nis­se in Ihrem ePortfo­lio fest­hal­ten. Sie fin­den jeweils eine Auf­ga­be für Ihr ePortfo­lio in der Vor­be­rei­tung, wäh­rend des Prak­ti­kums und nach dem Praktikum.

Tech­ni­scher Hinweis:

Eini­ge Impuls­fra­gen und ePortfo­lio-Auf­ga­ben kön­nen Sie direkt auf die­ser Sei­te im Doku­men­ta­ti­ons­werk­zeug bearbeiten.

Ihre Bear­bei­tun­gen wer­den aber nicht über­mit­telt und nicht auto­ma­tisch gespei­chert. Ver­ges­sen Sie daher nicht, Ihre Ant­wor­ten auf Ihrem Com­pu­ter zu spei­chern. Gehen Sie dazu auf „Expor­tie­ren der Antworten”.

Sie kön­nen die­se dann in Ihr ePortfo­lio in ILIAS kopieren.

Sie…

… fin­den einen ers­ten Zugang zum The­ma „Viel­falt und Dis­kri­mi­nie­rung in der Schu­le”, erken­nen die Band­brei­te des The­men­fel­des und sei­ne gesamt­ge­sell­schaft­li­che Bedeutung.

…ver­tie­fen die the­ma­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung anhand der Begriff­lich­kei­ten in Bezug auf Diver­si­tät, Bil­dungs­ge­rech­tig­keit und Inklu­si­on im schu­li­schen Kontext.

…schu­len im Prak­ti­kum Ihre Wahr­neh­mung hin­sicht­lich Viel­falt und Dis­kri­mi­nie­rung in der schu­li­schen Wirklichkeit.

…ken­nen Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten auf ver­schie­de­nen Ebe­nen, um Dis­kri­mi­nie­rung entgegenzuwirken.

Icon Branching Szenario

Ablauf des Wahlthemas

Vor Ihrem Prak­ti­kum set­zen Sie sich mit theo­re­ti­schen Grund­la­gen zu „Viel­falt und Dis­kri­mi­nie­rung” aus­ein­an­der. Sie beschäf­ti­gen sich mit Bil­dunsgbio­gra­fien, reflek­tie­ren die­se vor dem Hin­ter­grund Ihrer eige­nen Bil­dungs­bio­gra­fie und tau­schen sich im Lern­team dar­über aus.

Hin­weis: Gemein­sam erar­bei­ten Sie im Lern­team zudem einen kur­zen Impuls­vor­trag zum The­ma Viel­falt und Dis­kri­mi­nie­rung in der Schu­le. Die­ser wird im Rah­men des Semi­nars gehal­ten. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen hier­zu erhal­ten Sie im Begleitseminar.

Wäh­rend des Prak­ti­kums neh­men Sie Schu­le aus einer diver­si­täts­sen­si­blen Per­spek­ti­ve wahr und ent­wi­ckeln ein Bewusst­sein für Dis­kri­mi­nie­rung in der Schu­le. Sie kön­nen Ihre Beob­ach­tungs­fra­ge hier­zu ent­wi­ckeln und mit den Lehr­per­so­nen ins Gespräch kommen.

Nach Ihrem Prak­ti­kum reflek­tie­ren Sie offe­nen Fra­gen und/oder Irri­ta­tio­nen bezüg­lich Ihrer pro­fes­sio­nel­len Ent­wick­lung aus­ein­an­der. Sie über­le­gen, wel­che Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten Sie ken­nen­ge­lernt haben, um viel­fäl­ti­ge Bil­dungs­bio­gra­fien zu ermög­li­chen und Dis­kri­mi­nie­rung ent­ge­gen­zu­wir­ken und kom­men in den Aus­tausch mit Ihrem Lern­team. Sie reflek­tie­ren, wel­che Rol­le das The­ma für Ihr wei­te­res Stu­di­um und Berufs­le­ben spielt.

Hinweis

Bit­te beach­ten Sie:

  • Eine Dis­kus­si­on zum The­ma kann poli­ti­sche Ein­stel­lun­gen berüh­ren (Bsp. selek­ti­ves Schul­sys­tem, Umgang mit Zuge­wan­der­ten usw.)
  • Die Bewusst­ma­chung per­sön­lich erleb­ter Dis­kri­mi­nie­rungs­er­fah­run­gen in der eige­nen Schul­lauf­bahn kann durch die Beschäf­ti­gung mit dem The­ma aus­ge­löst werden.

Kon­takt­adres­sen und Bera­tungs­an­ge­bo­te fin­den Sie hier: https://​viel​falt​.uni​-koeln​.de/​a​n​t​i​d​i​s​k​r​i​m​i​n​i​e​r​ung

Im Wei­te­ren bie­ten ver­schie­de­nen Initia­ti­ven und Pro­jek­te für Stu­die­ren­de an der Uni­ver­si­tät zu Köln Raum für The­men, mit denen Sie im Rah­men des Wahl­the­mas in Berüh­rung kom­men. Eine Über­sicht fin­den Sie am Ende die­ser Sei­te im Bereich „Aus­blick”.

Eine Einführung — Vielfalt und Diskriminierung in der Schule

Um die Reich­wei­te von Viel­falt und Dis­kri­mi­nie­rung in der Schu­le zu erfah­ren ist u.a. die Betrach­tung der drei Begrif­fe Diver­si­tät, Bil­dungs­ge­rech­tig­keit und Inklu­si­on von Bedeu­tung. Schu­le ist immer kon­fron­tiert mit gesell­schaft­li­cher Viel­falt und dem Recht auf Bil­dung für alle.

Bereits im Jahr 1948 ver­ab­schie­de­ten die Ver­ein­ten Natio­nen die All­ge­mei­ne Erklä­rung der Men­schen­rech­te, in denen die Rech­te und Frei­hei­ten aller Men­schen „[…] ohne irgend­ei­nen Unter­schied, etwa nach Ras­se, Haut­far­be, Geschlecht, Spra­che, Reli­gi­on, poli­ti­scher oder sons­ti­ger Anschau­ung, natio­na­ler oder sozia­ler Her­kunft, Ver­mö­gen, Geburt oder sons­ti­gem Stand“ (Art. 2) dekla­riert wer­den. Ziel ist das Zusam­men­le­ben aller Men­schen ohne Dis­kri­mi­nie­rung und Stig­ma­ti­sie­rung und die Wert­schät­zung von Viel­falt in der Gesell­schaft. Durch die Erklä­rung der All­ge­mei­nen Men­schen­rech­te muss sich auch das Schul­sys­tem und Schu­le als gesell­schaft­li­che Insti­tu­ti­on ange­spro­chen füh­len. Eine wich­ti­ge For­de­rung der Ver­ein­ten Natio­nen, die das Schul­sys­tem, die Schu­le und somit auch das Lehr­amts­stu­di­um in beson­de­rem Maße betrifft, ist das Recht auf Bil­dung für alle Men­schen (Art. 26). Denn „[e]s ist kei­ne Groß­zü­gig­keit des Bil­dungs­sys­tems [….] [son­dern] […] des­sen Auf­ga­be, die indi­vi­du­el­len und unter­schied­li­chen Bedar­fe aller im Blick zu behal­ten“ (Foitz­ik & Hol­land-Cunz & Riecke 2019, 39).

Mit den drei Begrif­fen Diver­si­tät, Inklu­si­on und Bil­dungs­ge­rech­tig­keit las­sen sich die hier auf­ge­wor­fe­nen For­de­run­gen in Bezug auf Schu­le näher beleuchten.

Die Begrif­fe ent­stam­men aus unter­schied­li­chen Dis­zi­pli­nen und beru­hen somit auf unter­schied­li­chen Theo­rien. Alle drei Begrif­fe sind aber bei der Ana­ly­se von Schu­le in der Gegen­wart hilf­reich, sie brin­gen ledig­lich unter­schied­li­che Schwer­punkt­set­zun­gen mit sich. Was sie eint ist der Blick dar­auf, dass das Pra­xis­feld Schu­le kein dis­kri­mi­nie­rungs­frei­er Ort ist, an dem alle Chan­cen immer gerecht ver­teilt sind. In ihrer Bedeu­tung für die Pra­xis bie­tet die Aus­ein­an­der­set­zung mit Viel­falt und Dis­kri­mi­nie­rung die Mög­lich­keit, die Debat­te aus mul­ti­pro­fes­sio­nel­len und mul­ti­per­spek­ti­vi­schen Per­spek­ti­ven zu ermöglichen.

Sie wer­den sich mit eini­gen Begrif­fen aus­ein­an­der­set­zen, die Ihnen viel­leicht schon begeg­net sind. Ande­re sind womög­lich neu für Sie oder Sie haben sie noch nicht unter einem bestimm­ten Aspekt betrach­tet. Dabei wird es kei­ne umfang­rei­che theo­re­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung der ein­zel­nen Dis­zi­pli­nen geben und das Wahl­the­ma erhebt kei­nen Anspruch auf Voll­stän­dig­keit. Sie kön­nen die ein­zel­nen The­men in ihren wis­sen­schaft­li­chen Dis­zi­pli­nen und Theo­rien an vie­len Stel­len in Ihrem wei­te­ren Stu­di­um ver­tie­fen. Die Bedeu­tung liegt dar­in, die Kom­ple­xi­tät in der Pra­xis durch die Ver­bun­den­heit der ein­zel­nen Dis­zi­pli­nen wahr­zu­neh­men. Eini­ge Wege möch­ten wir Ihnen mit der Beschäf­ti­gung zu die­sem The­ma eröffnen.

Anmer­kung

Dass der Begriff „Ras­se“ im Grund­ge­setz mit der Inten­ti­on ver­wen­det wur­de, einen Dis­kri­mi­nie­rungs­schutz gegen­über BIPOCs in dem Grund­ge­setz zu ver­an­kern, ist heu­te ver­al­tet. Es besteht wis­sen­schaft­li­che Einig­keit dar­über, dass der Begriff ein ras­sis­ti­scher Aus­druck von Spra­che ist. Die Ver­wen­dung des Begriffs erklärt die Mög­lich­keit, dass Men­schen sich in Ras­sen tei­len lie­ßen. Jüngst wur­de das Anlie­gen den Begriff aus dem Grund­ge­setz zu neh­men von der Par­tei „Bünd­nis 90 / die Grü­nen“ wie­der stär­ker her­vor­ge­bracht. Im Früh­jahr 2020 nach dem recht­ex­tre­mis­ti­schen Anschlag in Hanau und wie­der ver­stärkt nach der Ermor­dung von Geor­ge Floyd im Som­mer 2020 und den dar­auf­hin fol­gen­den BLM-Bewe­gun­gen wur­de das Anlie­gen schließ­lich als eine von 89 Maß­nah­men zur Bekämp­fung von Ras­sis­mus im Kabi­nettsau­schuss auf­ge­führt. Ende des Jah­res 2020 stimm­te die Bun­des­re­gie­rung dar­über ab, dass der Begriff aus dem Grund­ge­setz ver­schwin­den soll. Ami­na­ta Tou­re (jun­ge Schwar­ze Poli­ti­ke­rin der Grü­nen in Schles­wig- Hol­stein und Vize­prä­si­den­tin des Land­tags in SH) u.a. beton­ten, die For­de­rung dass der Begriff nicht ersatz­los gestri­chen wird, da sich recht­lich ein expli­zi­ter Dis­kri­mi­nie­rungs­schutz für ras­si­fi­zier­te Men­schen auf­hebt. Wie der Begriff ersetzt wird steht noch nicht fest.

1.1 Begriffe, Begriffe, Begriffe — Worüber sprechen wir eigentlich?

 

Allein mit den drei Begrif­fen, die wir hier anfüh­ren, las­sen sich gan­ze Semi­na­re fül­len. Zunächst kann es hilf­reich sein, die eige­nen Vor­stel­lun­gen und was Sie mit bestimm­ten Begrif­fen ver­bin­den, festzuhalten.

EOP digital Lernteam

Lern­team­aus­tausch:

Machen Sie gemein­sam mit Ihrem Lern­team ein Brain­stor­ming. Es geht um Ihre spon­ta­nen Gedan­ken. Sam­meln Sie ein­fach, was Ihnen hier­zu einfällt.

Die Ein­ga­ben im Tool sind nur für Sie per­sön­lich und wer­den nicht über­mit­telt. Bit­te ach­ten Sie trotz­dem dar­auf, kei­ne Klar­na­men und sen­si­ble Daten auf­zu­neh­men! Über den Pfeil oder über die lin­ke Navi­ga­ti­on gelan­gen Sie zu den wei­te­ren Fra­gen. Wenn Sie die Fra­gen bear­bei­tet haben, kön­nen Sie die Tex­te expor­tie­ren und Tei­le dar­aus für Ihr ePortfo­lio oder ande­re Zwe­cke verwenden.

 

„Theo­re­ti­sche Begrif­fe sind mehr als ein Ham­mer der Kri­tik. Sie sind ein Werk­zeug für Ver­än­de­run­gen im Den­ken und im Han­deln” (Nig­ge­mann, 2021)

Die The­men „Viel­falt und Dis­kri­mi­nie­rung” sind sehr kom­plex und viel­schich­tig. Im Fol­gen­den stel­len wir Ihnen eine Aus­wahl wich­ti­ger Begrif­fe in die­sem Zusam­men­hang vor. Viel­leicht kön­nen Sie die­se auch mit Ihren Über­le­gun­gen aus der vor­an­ge­gan­ge­nen Auf­ga­be ergänzen.

Es geht im Fol­gen­den dar­um, dass Sie einen kur­zen Über­blick über die wich­tigs­ten Begrif­fe und deren Hin­ter­grün­den erhal­ten. Im Ver­lauf Ihres Stu­di­ums wer­den Sie dann Gele­gen­heit haben, sich wei­ter zu ver­tie­fen und die Band­brei­te näher zu erfas­sen. Sie fin­den hier ein Glos­sar, wel­ches die wich­tigs­ten Begrif­fe dar­stellt. Unter den Begrif­fen fin­den Sie wei­ter­füh­ren­de Hin­wei­se und Links, die Sie für Ihre Recher­che nut­zen können.

Sie kön­nen selbst ent­schei­den, zu wel­chen Begrif­fen Sie sich ver­tie­fen möchten.

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Impuls:

Bit­te suchen Sie sich jede*r min­des­tens zwei Begrif­fe aus und recher­chie­ren Sie anhand der ange­ge­be­nen Quel­len­an­ga­ben bzw. Hin­wei­sen die Defi­ni­tio­nen die­ser Begriffe.

EOP digital Lernteam

Lern­team­aus­tausch:

Stel­len Sie sich im Lern­team Ihre Begriffs­de­fi­ni­tio­nen gegen­sei­tig vor und kom­men in den Aus­tausch über die Zusam­men­hän­ge Ihrer Begriffe.

Hier fin­den Sie wei­te­re Hin­wei­se und Anre­gun­gen, falls Sie eines der fol­gen­den The­men ver­tie­fen möchten.

Geschlecht­li­che Vielfalt

Kon­kre­te Umset­zungs­mög­lich­kei­ten in Schu­le fin­den Sie hier: http://​www​.schu​le​-der​-viel​falt​.de/​c​h​e​c​k​l​i​s​t​e​.​pdf

Für einen Ein­blick in die Viel­falt von Geschlech­tern in der auch inter­se­xu­el­le und trans­se­xu­el­le Men­schen, homo- und bise­xu­el­le Per­so­nen und jene, die gege­be­nen Geschlech­ter­nor­men nicht ent­spre­chen, berück­sich­ti­gen soll, schau­en Sie sich den fol­gen­den Erklär­film an: „Geschlecht­li­che und sexu­el­le Viel­falt — Ein Erklärfilm”

Diver­si­täts­be­griff

Hier fin­den Sie einen Pod­cast zum Begriff „Diver­si­tät” mit Kari­ma Benbra­him zu ‚Diver­si­täts­an­sät­ze in der Migra­ti­ons­ge­sell­schaft‘.

Ras­sis­mus­for­men

Defi­ni­ti­on der unter­schied­li­chen Ras­sis­mus­for­men fin­den Sie bei fol­gen­den Forscher*innen. Hier kön­nen Sie bei Inter­es­se ver­tie­fend recherchieren.

1.2 Sprache formt Wirklichkeit

 

Sie wer­den fest­stel­len, dass Begrif­fe sel­ten ein­heit­lich oder abschlie­ßend defi­niert sind. Auch wer­den Sie fest­stel­len, dass sich ver­wen­de­te Begrif­fe und Bezeich­nun­gen mit der Zeit immer wie­der ver­än­dert haben. Dies kann auf den ers­ten Blick ernüch­ternd sein. Spra­che in der Beschäf­ti­gung mit Viel­falt und Dis­kri­mi­nie­rung spielt eine beson­de­re Rol­le. Denn aus einer kon­struk­ti­vis­ti­schen Per­spek­ti­ve erzeugt Spra­che Wirk­lich­keit und wenn über Men­schen gespro­chen wird, erzeugt dies ein Stück Wirk­lich­keit mit. Eine grund­le­gen­de Fra­ge ist dabei, wer über wen spricht und somit „Wirk­lich­keit“ kon­stru­iert bzw. die Macht inne­hält eine Wirk­lich­keit zu kon­stru­ie­ren. Das Macht­ver­hält­nis äußert sich in einem Kon­flikt von Selbst- und dis­kri­mi­nie­ren­den Fremdbezeichnungen.

Selbst- und Fremdbezeichnung

 

Ein aktu­el­les Bei­spiel dar­über, wie Selbst- und Fremd­be­zeich­nun­gen deut­lich wer­den kön­nen, zeigt der Aus­schnitt aus der Dis­kus­si­ons­run­de „Die Bes­te Instanz“, in der sich Nata­scha A. Kel­ly wie folgt äußert:

„Spra­che ist Handeln…es ist eine akti­ve Hand­lung und in Spra­che kann ich Gewalt aus­üben durch bestimm­te Wort die ich benen­ne die eine nega­ti­ve und dis­kri­mi­nie­ren­de oder ras­sis­ti­sche Kon­no­ta­ti­on haben … und das ist Wis­sen“ (Nata­sha A. Kel­ly in: DIE BESTE INSTANZ ‑pre­sen­ted by Enis­sa Ama­ni. 09.02.2021. https://​www​.you​tube​.com/​w​a​t​c​h​?​v​=​r​4​5​_​9​w​v​b​DoA 36:00–37:00)

Anmer­kung

[1] DIE BESTE INSTANZ — Sen­dung wur­de von Enis­sa Ama­ni als Reak­ti­on auf eine Sen­dung im WDR pro­du­ziert. In der Sen­dung vom WDR „Die letz­te Instanz“ kam es zu ras­sis­ti­schen und dis­kri­mi­nie­ren­den Äuße­run­gen. Als Gäs­te in die­ser Sen­dung waren aus­schließ­lich Men­schen zu Wort gekom­men, die nicht von der Art von Dis­kri­mi­nie­rung, über die sie gespro­chen haben, betrof­fen waren. Hier fin­den Sie die Kri­tik des online-Maga­zins „jetzt!”. Der WDR hat auf die Kri­tik reagiert.)

 

 

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Ungleichheit durch Sprache

 

Im Bereich der gen­der­sen­si­blen Spra­che ver­deut­licht Lann Horn­scheidt online bei der Bun­des­zen­tra­le für poli­ti­sche Bil­dung (bpb) mit fol­gen­der Äuße­run­gen, dass Spra­che die Mög­lich­keit habe, sich gen­der­sen­si­bel aus­zu­drü­cken und auch expli­zit die binä­re Ein­tei­lung in männ­lich und weib­lich zu über­win­den, um so Viel­falt Platz zu lassen:

„Sprach­lich exgen­dernd zu han­deln, also gen­der­los zu spre­chen oder schrei­ben, macht einen ent­schei­den­den Unter­schied: für sich nicht gen­dern­de Men­schen, für ande­re, die respekt­voll kom­mu­ni­zie­ren und die Selbst­wahr­neh­mung ande­rer respek­tie­ren wol­len….Spra­che lässt neu­es ent­ste­hen und zugleich auch alt­her­ge­brach­tes in Fra­ge stel­len. Dass Gen­der, ins­be­son­de­re in der Rea­li­sie­rung als Zwei-Gen­de­rung so, unauf­lös­bar erscheint, zeigt sich nicht zuletzt auch in den Sprach­kon­ven­tio­nen der Gesell­schaft. Es scheint anstren­gend und auf­rei­bend Aus­drucks­wei­sen zu fin­den, die auf Gen­de­run­gen ver­zich­ten, wenn wir über Men­schen spre­chen. Zwei-Gen­de­rung ist nor­ma­li­siert und natu­ra­li­siert. Über Spra­che wer­den eben nicht nur Dis­kri­mi­nie­run­gen rea­li­siert, son­dern auch Inter­ven­tio­nen in Diskriminierungen.“(08.08.2018, Lann Horn­scheidt, Gen­der sprach­lich los­las­sen: https://​www​.bpb​.de/​g​e​s​e​l​l​s​c​h​a​f​t​/​g​e​n​d​e​r​/​g​e​s​c​h​l​e​c​h​t​l​i​c​h​e​-​v​i​e​l​f​a​l​t​-​t​r​a​n​s​/​2​6​9​8​9​3​/​l​a​n​n​-​h​o​r​n​s​c​h​e​i​d​t​-​g​e​n​d​e​r​-​s​p​r​a​c​h​l​i​c​h​-​l​o​s​l​a​s​sen)

 

ePortfo­lio:

Reflek­tie­ren Sie: Wel­che Erfah­run­gen haben Sie gemacht, in denen Ihnen die „Macht“ von Spra­che begeg­net ist. Wel­che Bei­spie­le (aus der gesell­schaft­li­chen Debat­ten oder auch per­sön­li­chen Erfah­run­gen) fal­len Ihnen ein?

 

1.3 Gleiche Rechte für alle? Ein stark – und noch immer erkämpftes Recht!

In engem Zusam­men­hang mit Spra­che ste­hen also gesell­schaft­li­che Macht­ver­hält­nis­se. Immer wie­der in der Geschich­te haben sich Men­schen, die bestimm­ten Grup­pen ange­hö­ren oder denen bestimm­te Merk­ma­le zuge­wie­sen wer­den, sich Rech­te erkämpft, um den Unge­rech­tig­kei­ten etwas ent­ge­gen­zu­set­zen und ihre Rech­te auf Grund­la­ge von Geset­zen einzufordern.

 

 

Teil­wei­se las­sen sich die Zeit­räu­me schwer ein­gren­zen, da sich immer wie­der Grup­pie­run­gen bil­den, die für ihre Rech­te kämp­fen. Glo­bal betrach­tet zei­gen sich hier deut­li­che Unter­schie­de und eine Ver­all­ge­mei­ne­rung aus euro­zen­tris­ti­scher Per­spek­ti­ve (also einer euro­pä­isch gespräg­ten Sicht­wei­se) ist stark ver­kürzt. Den­noch haben die o.g. Bewe­gun­gen die gesell­schaft­li­che Ent­wick­lung natür­lich stark geprägt.

Die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention: Ein Meilenstein für viele Menschen und ihre Bedeutung für die Schule

Seit der Rati­fi­zie­rung der UN-Behin­der­ten­rechts­kon­ven­ti­on (UN-BRK) im Jahr 2009 ist Inklu­si­on einer der zen­tra­len Begrif­fe in der Fra­ge, wie Gesell­schaft und Schu­le gestal­tet sein soll­ten. Dabei ist der Inklu­si­ons­be­griff bis­lang nicht ein­deu­tig defi­niert. Den­noch hat die UN-BRK für einen gro­ßen Umbruch, auch im Bil­dungs­sys­tem gesorgt. Denn in Arti­kel 24 (2) der UN-BRK heißt es

„(2) Bei der Ver­wirk­li­chung die­ses Rechts stel­len die Ver­trags­staa­ten sicher, dass

1. Men­schen mit Behin­de­run­gen nicht auf­grund von Behin­de­rung vom all­ge­mei­nen Bil­dungs­sys­tem aus­ge­schlos­sen wer­den und dass Kin­der mit Behin­de­run­gen nicht auf­grund von Behin­de­rung vom unent­gelt­li­chen und obli­ga­to­ri­schen Grund­schul­un­ter­richt oder vom Besuch wei­ter­füh­ren­der Schu­len aus­ge­schlos­sen werden”

Es hat noch vier Jah­re gedau­ert, bis die­se gesetz­li­chen Ände­run­gen auch auf Lan­des­ebe­ne in Nord­rhein-West­fa­len umge­setzt wur­den. Die GEW stellt die Aus­wir­kun­gen des 9. Schul­rechts­än­de­rungs­ge­setz dar.

Dabei bezieht sich die gesetz­li­che For­mu­lie­rung im Schul­ge­setz beson­ders auf Schüler*innen mit son­der­päd­ago­gi­schem För­der­be­darf. Dabei ist es aller­dings auch zu zahl­rei­chen Debat­ten rund um den Inklu­si­ons­be­griff gekom­men, bei denen es sich um Über­set­zun­gen aus dem eng­li­schen Ori­gi­nal­text oder die Fra­ge, wie weit der Begriff gefasst wer­den soll­te, dreht. Wich­tig ist dabei fest­zu­hal­ten, dass sich die UN-BRK auf alle Men­schen bezieht und nicht nur Men­schen mit Behinderung.

Zen­tral für die Debat­te in Deutsch­land aber ist der dahin­ter­ste­hen­de Ansatz: Wer­den Schüler*innen gemein­sam „beschult” oder gibt es „beson­de­re” Ein­rich­tun­gen? Die Debat­te um die Fra­ge, ob Schüler*innen mit son­der­päd­ago­gi­schem För­der­be­darf an einer „Regel­schu­le” oder einer För­der­schu­le unter­rich­tet wer­den, war (nicht zum ers­ten Mal — dies­mal aber mit beson­de­rem poli­ti­schen Druck) eröff­net und ist bis heu­te nicht abgeschlossen.

wei­ter­füh­ren­de Hin­wei­se zur Debat­te um den Inklusionsbegriff

Einen wei­te­ren Über­blick zur Klä­rung des wei­ten Inklu­si­ons­be­griffs in der UN-BRK bie­tet der Bei­trag von Gud­run Wan­sing (2015). Mit dem The­men­feld schu­li­sche Inklu­si­on beschäf­ti­gen sich Gei­ling & Simon (2017) sowie Bad­stie­ber (2017) im Lexi­kon Inklu­si­on.

In einem Inter­view äußern sich drei Exper­tIn­nen aus der schu­li­schen Pra­xis, der Lehr­amts­aus­bil­dung und der For­schung zu Inklu­si­on. (Sie fin­den hier die schrift­li­che Ver­si­on des Inter­views).

Einen guten Über­blick über häu­fig genutz­te Argu­men­te in der Debat­te um Inklu­si­on bie­ten Besand und Jugel (2015) Ziel­grup­pen­spe­zi­fi­sche poli­ti­sche Bil­dung jen­seits tra­dier­ter Dif­fe­renz­li­ni­en. In: Dön­ges, C.; Hil­pert, W.; Zur­stras­sen, B. (Hrsg.) Didak­tik der inklu­si­ven poli­ti­schen Bildung.

Arti­kel 3 des Grund­ge­setz für die Bun­des­re­pu­blik Deutschland

Erst 1994 wur­de im Grund­ge­setz der heu­te gül­ti­ge Arti­kel 3 in sei­ner jet­zi­gen Form aufgenommen:

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

(1) Alle Men­schen sind vor dem Gesetz gleich.

(2) Män­ner und Frau­en sind gleich­be­rech­tigt. Der Staat för­dert die tat­säch­li­che Durch­set­zung der Gleich­be­rech­ti­gung von Frau­en und Män­nern und wirkt auf die Besei­ti­gung bestehen­der Nach­tei­le hin.

(3) Nie­mand darf wegen sei­nes Geschlech­tes, sei­ner Abstam­mung, sei­ner Ras­se, sei­ner Spra­che, sei­ner Hei­mat und Her­kunft, sei­nes Glau­bens, sei­ner reli­giö­sen oder poli­ti­schen Anschau­un­gen benach­tei­ligt oder bevor­zugt wer­den. Nie­mand darf wegen sei­ner Behin­de­rung benach­tei­ligt werden.

https://​www​.geset​ze​-im​-inter​net​.de/​g​g​/​a​r​t​_​3​.​h​tml

1.4 Vielfältige Bildungswege oder Bildungsungerechtigkeit?

Häu­fig wird im Zusam­men­hang mit Inklu­si­on von Men­schen mit Behin­de­rung die Fra­ge der schu­li­schen Leis­tungs­fä­hig­keit in den Vor­der­grund gestellt. Dabei wird häu­fig davon aus­ge­gan­gen, dass Schüler*innen mit son­der­päd­ago­gi­schem För­der­be­darf die­se Leis­tung nur ein­ge­schränkt erbrin­gen kön­nen. Ein pro­mi­nen­tes Gegen­bei­spiel ist der Spa­ni­er Pablo Pineda:

Pablo Pine­da ist der ers­te Mensch mit Down-Syn­drom in Euro­pa, der einen Hoch­schul­ab­schluss gemacht hat. Das For­schungs­in­sti­tut TOUCHDOWN berich­tet dar­über. Dar­über, wie er erfah­ren hat, dass er das Down-Syn­drom hat, sagt Pablo Pineda:

„Es waren nicht mei­ne Eltern, die es mir sag­ten. Es war mein Leh­rer. Ich war etwa sie­ben Jah­re alt, als er mich frag­te, ob ich wüss­te, was das Down­syn­drom sei. Natür­lich sag­te ich ja. Er durch­schau­te mich aber, und erklär­te mir die Gene­tik des Down­syn­droms. In dem Alter war das eine echt har­te Nuss. Für mich klang das wie Ara­mä­isch. Das war schon hea­vy. Ich hat­te nur zwei Fra­gen: „Bin ich dumm?“ Er ant­wor­te­te: „Nein.“ „Kann ich wei­ter in die Schu­le gehen mit mei­nen Freun­den?“ Er sag­te: „Kein Pro­blem.“ Der Rest, der war mir egal.“

 

Hin­weis Leich­te Sprache
Das Maga­zin Touch­down ist in leich­ter Spra­che ver­fasst. Auf die­se Wei­se soll es mehr Men­schen ermög­licht wer­den, die Inhal­te zu verstehen.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen fin­den Sie bei der Lebens­hil­fe unter https://​leich​te​-spra​che​.de/ oder beim Netz­werk Leich­te Spra­che unter https://​www​.leich​te​-spra​che​.org/
 

 

Das Bei­spiel Pablo Pine­das gilt als Gegen­bei­spiel, weil die Rea­li­tät in den meis­ten Fäl­len doch (noch) anders aus­s­sieht. Im Lau­fe des Lebens gibt es zahl­rei­che Stel­len, an denen sich Bil­dunsgbio­gra­fien ent­wi­ckeln und ent­schei­den­de Wei­chen gestellt wer­den. Auf Ebe­ne des Schul­sys­tems machen sich die­se in ver­schie­de­nen Schul­ab­schlüs­sen fest. Das Land NRW stellt die ver­schie­de­nen Schul­for­men und deren mög­li­che Abschlüs­se dar.

Die ver­schie­de­nen Schul­for­men sol­len dem Leis­tungs­spek­trum ent­spre­chen und Schüler*innen ver­schie­de­ne, viel­fäl­ti­ge Qua­li­fi­ka­tio­nen ermög­li­chen. Aller­dings sind schu­li­sche Bil­dung und ver­schie­de­ne Hin­ter­grün­de eng mit­ein­an­der ver­knüpft und das Bei­spiel von Pablo Pine­da ist nach wie vor eher die Ausnahme.

Hier fin­den Sie nun eini­ge Zah­len und Fak­ten zum Thema.

Der Bildungstrichter — Das selektive Schulsystem als Bild

Im Fol­gen­den sehen Sie ein Schau­bild des „Bil­dungs­trich­ters”, der die sozia­le Selek­ti­on des deut­schen Bil­dungs­sys­tems veranschaulicht.

Das Video zeigt ver­ein­facht ver­schie­de­ne Stu­di­en­ergeb­nis­se zum The­ma Bil­dungs­ge­rech­tig­keit bzw. Bil­dungs­chan­cen in Deutschland.

Infografik soziale Herkunft
Selek­ti­ves Schulsystem

Die Durch­läs­sig­keit des Sys­tems wird durch die Selek­ti­on im Sys­tem bei dem Weg auf die wei­ter­füh­ren­den Schu­len erschwert. Es zeigt sich, dass die sozia­le Situa­ti­on der Fami­lie über den Bil­dungs­er­folg der Kin­der ent­schie­det. Das Sys­tem ist nicht in der Lage her­kunfts­be­zo­ge­ne Unter­schie­de und Ungleich­hei­ten aus­zu­glei­chen, son­dern ver­schärft die­se u.a. durch insti­tu­tio­nel­le Diskriminierung.

(vgl. GEW (2010) Stu­die nennt Schwä­chen des deut­schen Bil­dungs­sys­tems: selek­tiv und wenig durch­läs­sig. Stu­die nennt Schwä­chen des deut­schen Bil­dungs­sys­tems: selek­tiv und wenig durch­läs­sig: GEW — Die Bil­dungs­ge­werk­schaft (01.02.2021)

Habi­tus­be­griff nach Bourdieu

Mit dem Habi­tus beschreibt Bour­dieu ein Sys­tem mit dem er das Han­deln und Ver­hal­ten sozia­ler Akteur*innen erklärt. Die Grund­la­ge ist, dass sozia­le Struk­tu­ren und die die frü­he Sozia­li­sie­rung für das Indi­vi­du­um die Grund­la­ge alles wei­te­ren Ler­nens und Han­delns sein werden.

Bour­dieu unter­schei­det Kapi­tal­for­men, aus denen sich die wert­vol­len Res­sour­cen in einer Gesell­schaft bil­den und durch die ein Indi­vi­du­um an Hand­lungs­mög­lich­kei­ten gewinnt und eine Ver­bes­se­rung der sozia­len Posi­ti­on ermög­licht wird. (134)

Sozia­les Kapi­tal ist die Res­sour­ce von Zuge­hö­rig­keit, Gemein­schaft und sozia­len Netz­wer­ken und die Mög­lich­keit die­se für sich ein­zu­set­zen -> Vit­amin B

Öko­no­mi­sches Kapi­tal bezeich­net mate­ri­el­len Reich­tum, der zur Pro­duk­ti­on wei­te­ren Reich­tums ein­ge­setzt wer­den kann.

Kul­tu­rel­les Kapi­tal ist als Bil­dung und Wis­sens­ver­mö­gen zu ver­ste­hen. Dies kann objek­ti­viert in Bücher­be­sitz, erlernt (Lesen, Schrei­ben, musi­zie­ren u.w.) oder insti­tu­tio­na­li­siert (Abschluss oder Bil­dungs­ti­tel) auftreten.

Quel­le: Fröh­lich; Reh­bein (Hg.) (2014) Bour­dieu Hand­buch Leben Werk Wir­kung, Metz­ler­ver­lag, Stutt­gart (s. 130–142)

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Impuls­fra­gen:

Wel­che wich­ti­gen Mei­len­stei­ne oder Über­gän­ge kön­nen eine Bil­dungs­bio­gra­fie ausmachen? 

Inwie­fern ver­stärkt das deut­sche Schul­sys­tem schichtspe­zi­fi­sche Bildungsungleichheiten?

An wel­cher Stel­le wird Bil­dungs­un­ge­rech­tig­keit deutlich?

Über­le­gen Sie, was das Bei­spiel Pablo Pine­das für das drei­glied­ri­ge Schul­sys­tem bedeu­ten kann?

Reflek­tie­ren Sie Ihren eige­nen Bil­dungs­weg. Wel­che wich­ti­gen Mei­len­stei­ne ihrer schu­li­schen Bil­dung aber auch außer­schu­li­sche Mei­len­stei­ne haben Sie rück­bli­ckend als beson­ders prä­gend hin­sicht­lich Ihres Wer­de­gangs erlebt?

EOP digital Lernteam

Lern­team­aus­tausch:

Tau­schen Sie sich im Lern­team dar­über aus, wel­che Momen­te, Men­schen oder Situa­tio­nen Ihren Bil­dungs­weg ent­schei­dend geprägt haben.

1.5 Schule auf verschiedenen Ebenen

Schu­le ist ein viel­schich­ti­ges Sys­tem, in dem vie­le Wir­kungs­ebe­nen und Akteur*innen zusam­men­kom­men. Dabei wirkt Schu­le wie ein Spie­gel der Gesell­schaft und repro­du­ziert ihre Struk­tu­ren. Dis­kri­mi­nie­rung in Schu­le ist daher auch ein kom­ple­xes Phä­no­men, bei dem es nicht aus­reicht sich nicht nur das Ver­hal­ten von ein­zel­nen Lehr­kräf­ten anzu­se­hen. Hier zei­gen wir Ihnen drei Ebe­nen, die in Schu­le von Bedeu­tung sind: Die schul­po­li­ti­sche Ebe­ne, die Ebe­ne der Schul­or­ga­ni­sa­ti­on und die Klassenebene.

 

Schulpolitik

Auf schul­po­li­ti­scher Ebe­ne wer­den unter ande­rem Zugangs­vor­aus­set­zun­gen zu Bil­dungs­an­ge­bo­ten fest­ge­legt. Hier wird bei­spiels­wei­se dar­über ent­schie­den, ob Kin­der und Jugend­li­che mit son­der­päd­ago­gi­schen För­der­be­darf am Regel­un­ter­richt teil­neh­men und falls ja zu wel­chen Bedin­gun­gen oder auch für wel­che neu­zu­ge­wan­der­ten Kin­der und Jugend­li­che die Schul­pflicht gilt. Es wird ent­schie­den, wel­che Unter­richts­fä­cher und ‑inhal­te ange­bo­ten wer­den und wer an die­sem Unter­richts­an­ge­bot teil­neh­men kann. Auch die Res­sour­cen, die Schu­len zur Ver­fü­gung ste­hen, kön­nen zu Benach­tei­li­gung füh­ren, was bei­spiels­wei­se in der Aus­stat­tung von Schu­len oder per­so­nel­len Res­sour­cen in der ver­schie­de­nen Schul­for­men sicht­bar wird. An die­ser Stel­le ent­ste­hen Exklu­si­ons­me­cha­nis­men, die zu einer sys­te­ma­ti­schen Dis­kri­mi­nie­rung bestimm­ter Schüler*innengruppen führen.

Schulorganisation

Auf schul­or­ga­ni­sa­to­ri­scher Ebe­ne wird der Rah­men für die Umset­zung schul­po­li­ti­scher For­de­run­gen an der jewei­li­gen Schu­le gesetzt. Hier­durch wer­den unter ande­rem die inhalt­li­chen Schwer­punk­te des jewei­li­gen Schul­pro­gramms gewählt und damit auch die Aus­rich­tung der Schu­le in Bezug auf Dis­kri­mi­nie­rung und Viel­falt. Es wird bei­spiels­wei­se fest­ge­legt, ob die Schu­le an diver­si­täts­sen­si­blen Pro­gram­men teil­nimmt oder im Schul­pro­gramm dis­kri­mi­nie­rungs­sen­si­ble Ele­men­te ver­an­kert wer­den. Dis­kri­mi­nie­rung kann an die­ser Stel­le auch durch die Art der Klas­sen­zu­sam­men­set­zung, die Zuord­nung von mate­ri­el­len Res­sour­cen und Klas­sen­räu­men oder dem Lehr­kräf­te­ein­satz entstehen.

Klassenebene

Auf Klas­sen­ebe­ne gestal­ten Lehr­kräf­te den Umgang mit Dis­kri­mi­nie­rung und Viel­falt in der Klas­sen­ge­mein­schaft. Sie sind Vor­bild und kön­nen die Schüler*innen zu Refle­xi­on und Aus­ein­an­der­set­zung mit Dis­kri­mi­nie­rung anre­gen, indem sie pas­sen­de Inhal­te in den Unter­richt ein­bin­den und Dis­kri­mi­nie­rung in der Klas­sen­ge­mein­schaft ent­ge­gen­wir­ken. Zudem kön­nen Sie die The­men Dis­kri­mi­nie­rung und Viel­falt im Lehrer*innenteam auf­grei­fen und Stan­dards für die Arbeit in der Klas­se fest­le­gen. An die­ser Stel­le kann auch der Bedarf an Fort- und Wei­ter­bil­dungs­an­ge­bo­ten an die Schul­lei­tung her­an­ge­tra­gen werden.

Mög­li­che Maßnahmen :

  • Unter­stüt­zung bei der Arbeit mit inklu­si­ven Lern­grup­pen bie­tet z.B. die Lern­werk­statt im Netz­werk Medi­en, die viel­fäl­ti­ges Mate­ri­al und wei­te­re Ange­bo­te zur Ver­fü­gung stellt
  • Ein­rich­tung einer Beschwer­de­stel­le bzw. eines*einer Antidiskriminierungsbeauftragten*
  • Teil­nah­me an Fort­bil­dungs­an­ge­bo­ten zur Diskriminierungssensibilisierung
  • In die Refle­xi­on und den Aus­tausch gehen, z.B. kol­le­gia­le Fallberatung
  • Hin­zu­zie­hen von Expert*innen, z.B. IDA e.V. (Infor­ma­ti­ons- und Doku­men­ta­ti­ons­zen­trum für Antirassismusarbeit)
  • Koope­ra­ti­on mit der Schul­so­zi­al­ar­beit sowie exter­nen Unter­stüt­zungs­an­ge­bo­ten und Projekten/Programmen, z.B. SCHLAU Schu­le der Viel­falt, Initia­ti­ve Klischeefrei
  • Der Index für Inklu­si­on kann sowohl auf Klas­sen­ebe­ne als auch auf schul­or­ga­ni­sa­to­ri­scher Ebe­ne eine Ori­en­tie­rung bie­ten, um der Viel­falt von Schüler*innen und ande­rem am Schul­le­ben Betei­lig­ten, gerech­ter zu werden.
  • dis­kri­mi­nie­rungs­sen­si­ble Unter­richts­ge­stal­tung durch kri­ti­sche Mate­ri­al­aus­wahl, z.B.:
EOP digital Lernteam

Lern­team­aus­tausch:

Was ver­bin­den Sie mit „Schu­le als Spie­gel der Gesellschaft“?

Wo sehen Sie in den ver­schie­de­nen Ebe­nen Raum für Hand­lungs­mög­lich­kei­ten als Lehr­kraft Dis­kri­mi­nie­rung an Schu­le entgegenzutreten?

Wie sehen Sie Ihre Rol­le als Praktikant*in und wie könn­ten Sie ggfs. auch in die­ser Rol­le aktiv werden?

 

ePortfo­lio:

Bit­te bli­cken Sie zurück auf die viel­fäl­ti­gen The­men, Impul­se und auch das, was Sie aus dem Aus­tausch mit Ihrem Lern­team mit­ge­nom­men haben.

Hal­ten Sie die drei für Sie wich­tigs­ten Erkennt­nis­se in Ihrem ePortfo­lio fest.

  • Was war neu für Sie?
  • Was hat Sie irritiert?
  • Wel­che offe­nen Fra­gen haben sich für Sie ergeben?

 

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Impuls: 

2. Während des Praktikums

Fol­gen­de Auf­ga­be gehört in das Portfolio:

Fol­gen­de Auf­ga­be wird im Lern­team bearbeitet:

  • kei­ne

In Ihrem Prak­ti­kum ler­nen Sie jetzt die schu­li­sche Rea­li­tät ken­nen. Nach­dem Sie sich theo­re­tisch mit Viel­falt und Dis­kri­mi­nie­rung aus­ein­an­der­ge­setzt haben, kön­nen Sie sich nun auf die Pra­xis konzentrieren.

 

Veränderte Wahrnehmung

Ver­mut­lich wer­den Sie in Ihrem Prak­ti­kum mit den zahl­rei­chen Her­aus­for­de­run­gen und ver­meint­li­chen Gren­zen des Mög­li­chen kon­fron­tiert. Auch wenn ein­zel­ne Lehr­kräf­te auf schul­po­li­ti­scher und schul­or­ga­ni­sa­to­ri­scher Ebe­ne teil­wei­se wenig Gestal­tungs­spiel­räu­me haben, kön­nen Sie auf Klas­sen­ebe­ne viel bewir­ken. Wäh­rend Ihres Prak­ti­kums kön­nen Sie die ver­schie­de­nen Ebe­nen der Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten beob­ach­ten und in Gesprä­chen mit den Lehr­per­so­nen mehr dar­über erfahren.

 

Icon Chat

Impuls:

In Ihrem Prak­ti­kum ler­nen Sie vor allem die Klas­sen­ebe­ne ken­nen, erhal­ten ggf. aber auch schon ers­te schul­or­ga­ni­sa­to­ri­sche Einblicke.

 

Hal­ten Sie fest, was Sie durch Beob­ach­tun­gen und Gesprä­che erfah­ren haben:

  • Gibt es eine Beschwer­de­stel­le bzw. eine*einen Antidiskriminierungsbeauftrage*n?
  • Gibt es Fortbildungsangebote?
  • Gibt es das Ange­bot der Kol­le­gia­len Fallberatung
  • Gibt es Unter­stüt­zung bei der Arbeit mit inklu­si­ven Lerngruppen?
  • Gibt es Pro­jek­te, Koope­ra­tio­nen und/oder Initia­ti­ven die sich für Bil­dungs­ge­rech­tig­keit und Dis­kri­mi­nie­rungs­sen­si­bi­li­sie­rung einsetzten?

 

ePortfo­lio:

Hal­ten Sie in Ihrem ePortfo­lio fest, wie Sie Ihr Prak­ti­kum vor dem Hin­ter­grund Ihres Wahl­the­mas wahr­neh­men. Grei­fen Sie auch auf den vor­an­ge­gan­ge­nen Impuls zurück und neh­men Sie auf, was für Sie rele­vant ist. 

Was fällt Ihnen auf? 

Was über­rascht Sie? 

Was sind offe­ne Fragen?

3. Nach dem Praktikum

Fol­gen­de Auf­ga­be gehört in das Port­fo­lio und wird im Lern­team bearbeitet:

Nach Ihrem Prak­ti­kum kön­nen Sie nun mit Abstand auf Ihre Erfah­run­gen zurück­bli­cken. Sie haben Ein­bli­cke in den schu­li­schen All­tag bekom­men und zahl­rei­che Schüler*innen, Lehr­kräf­te und wei­te­re, an Schu­le betei­lig­te Per­so­nen kennengelernt.

Im Rück­blick machen Sie sich nun Gedan­ken dar­über, was die­se Erfah­run­gen und Ihre Beschäf­ti­gung mit dem Wahl­the­ma „Viel­falt und Dis­kri­mi­nie­rung in der Schu­le” für Sie als ange­hen­de Lehr­kraft bedeutet.

Rückblick

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Impul­se:

  • An wel­chen Stel­len sind Ihnen Bil­dungs­un­ge­rech­tig­keit oder Dis­kri­mi­nie­rung bzw. bestimm­te Maß­nah­men, die­sen ent­ge­gen­zu­wir­ken aufgefallen? 
  • Wel­che waren das? 
  • Wel­che der o.g. Hin­wei­se (Maß­nah­men auf Klas­sen­ebe­ne) kön­nen hilf­reich für die schu­li­sche Pra­xis sein und wie könn­ten Sie sich einen Ein­satz vorstellen?
  • Inwie­fern emp­fin­den Sie die­se Ange­bo­te als hilf­reich für die Erfah­run­gen, die Sie an der Prak­ti­kums­schu­le gesam­melt haben?
  • Inwie­fern unter­stüt­zen Sie die­se Angebote?
  • Mit Blick auf Ihre wei­te­re Stu­di­en­pla­nung: Über­le­gen Sie, was die unter­schied­li­chen Ebe­nen für Sie als Lehr­kraft bedeu­ten und wel­che Schlüs­se Sie für Ihren Pro­fes­sio­na­li­sie­rungs­pro­zess sehen?

 

EOP digital Lernteam

Lern­team­aus­tausch:

Tau­schen Sie sich mit Ihrem Lern­team über Ihre unter­schied­li­chen Erfah­run­gen aus und berei­ten Sie einen kur­zen Input/eine kur­ze Prä­sen­ta­ti­on zu Ihrem Wahl­the­ma vor. Hier kön­nen theo­re­ti­sche Erkennt­nis­se eben­so eine Rol­le spie­len wie kon­kre­te Erleb­nis­se und die Refle­xi­on darüber.

ePortfo­lio:

Bli­cken Sie zurück auf Ihr Prak­ti­kum, Ihre Ein­drü­cke und Erfah­run­gen sowie den Aus­tausch mit Ihrem Lern­team. Hal­ten Sie die für sich wich­tigs­ten Erkennt­nis­se fest und über­le­gen Sie, was die­se im Hin­blick auf Ihren wei­te­ren Pro­fes­sio­na­li­sie­rungs­pro­zess bedeuten.

  • Wie haben Sie in Ihrem Prak­ti­kum Viel­falt an der Schu­le wahrgenommen?
  • Wel­che The­men haben Sie in der Pra­xis erlebt/wiedererkannt?
  • Was hat Sie irri­tiert, was war neu für Sie?
  • Wel­che Kon­se­quen­zen zie­hen Sie dar­aus für Ihr wei­te­res Stu­di­um und/oder nächs­te Praxisphase? 
  • Inwie­fern ist das The­ma für Sie als ange­hen­de Lehr­kraft rele­vant und wel­che Schrit­te fin­den Sie dahin­ge­hend wichtig? 

 

Sie haben sich nun wäh­rend Ihrer gesam­ten Pra­xis­pha­se mit dem The­ma Viel­falt und Dis­kri­mi­nie­rung aus­ein­an­der­ge­setzt. Wie bereits ein­gangs beschrie­ben, erhebt die­ses The­ma an die­ser Stel­le kei­nen Anspruch auf Voll­stän­dig­keit und kann es auch gar nicht. Sie wer­den sicher­lich gemerkt haben, wie kom­plex und viel­schich­tig das The­ma ist.

Hier fin­den Sie wei­te­re Hin­wei­se, wenn Sie sich noch ein­mal ver­tie­fen möchten.

Ausblick

Wie kann es für mich weitergehen?

Falls Sie in Ihrem EOP fest­stel­len, dass sie sich näher mit dem The­ma im päd­ago­gi­schen Rah­men beschäf­ti­gen möch­ten, gibt es noch wei­te­re Pro­jek­te, wel­che Sie im BFP (Berufs­feld­prak­ti­kum) bele­gen kön­nen. Außer­dem fin­den Sie hier Hin­wei­se zu stu­den­ti­schen Initia­ti­ven, die Sie bei Inter­es­se kon­tak­tie­ren können.

Das Pro­jekt „EUROCONTACT“ ist eine inter­na­tio­na­le inklu­si­ve Bil­dungs­frei­zeit und kann als Berufs­feld­prak­ti­kum für Sie inter­es­sant sein.

Logo_Prompt

Das Pro­jekt „PROMPT!“ beschäf­tigt sich beson­ders mit der Situa­ti­on geflüch­te­ter Kin­der und Jugendlicher.

Lehr­amts­stu­die­ren­den der Uni­ver­si­tät zu Köln im Bache­lor bie­tet PROMPT! Gele­gen­heit, ihr Ein­stiegs- und Ori­en­tie­rungs­prak­ti­kum (EOP) und ihr Berufs­feld­prak­ti­kum (BFP) ent­we­der in einer Köl­ner Not­un­ter­kunft, in einem Spracht­an­dem mit jun­gen Erwach­se­nen oder in Inter­na­tio­na­len För­der­klas­sen bzw. Vor­be­rei­tungs­klas­sen an einer Köl­ner Schu­le zu absol­vie­ren, sie kön­nen zur Bewer­bung direkt eine E‑Mail schrei­ben (nicht über Klips); Kon­takt: zfl-prompt@uni-koeln.de

Im Pro­jekt „Komm­Mit”  beglei­ten (Lehramts-)studierende Schüler*innen, die durch die Coro­na-Pan­de­mie beson­de­ren Auf­hol­be­darf haben.

Im Strang Komm­Mit im Tan­dem wer­den Schüler*innen über ein Semes­ter in Form eines Eins-zu-Eins-Men­to­rings beglei­tet. Hier­bei kann das Eig­nungs-und Ori­en­tie­rungs­prak­ti­kum (EOP) absol­viert wer­den. Bei Komm­Mit im Team unter­stüt­zen zwei Stu­die­ren­de gemein­sam eine Grup­pe von sechs Schüler*innen und kön­nen dabei das Berufs­feld­prak­ti­kum (BFP) absolvieren.

Fra­gen und Bewer­bun­gen rich­ten Sie ger­ne an zfl-kommmit@uni-koeln.de 

Das Pro­jekt „WEICHENSTELLUNG” beglei­tet Kin­der oder jun­ge Erwach­se­ne beim Über­gang in die wei­ter­füh­ren­de Schule.

WEICHENSTELLUNG Viert­kläss­ler setzt sich für Chan­cen­ge­rech­tig­keit in schu­li­schen Über­gangs­pha­sen ein. Kin­dern und Jugend­li­chen soll der Zugang zu höhe­rer Bil­dung ermög­licht wer­den, indem stu­den­ti­sche Men­to­rIn­nen gezielt drei Schüler*innen unter­stüt­zen und auf ihrem Bil­dungs­weg beglei­ten. WEICHENSTELLUNG ist eine Initia­ti­ve der ZEIT-Stif­tung Eber­lin und Buce­ri­us und wird an meh­re­ren Stand­or­ten deutsch­land­weit mit unter­schied­li­chen Schwer­punk­ten durchgeführt.

Auch Prak­ti­ka in Jugend­zen­tren, bei Ver­ei­nen oder kul­tu­rel­len Ein­rich­tun­gen (z.B. Thea­ter), die sich mit Diver­si­tät, Bil­dungs­ge­rech­tig­keit und Inklu­si­on aus­ein­an­der­set­zen, sind möglich.

Alle Infor­ma­tio­nen zu den Pro­jek­ten im Berufs­feld­prak­ti­kum fin­den Sie auf der Web­site des ZfL zum Berufs­feld­prak­ti­kum.

Eine stu­den­ti­sche Initia­ti­ve, die sich mit Diver­si­tät im Lehr­amts­stu­di­um beschäftigt:

Mica­dos
Alle Lehr­amts­stu­die­ren­den, die sich für die inter­kul­tu­rel­le Öff­nung der (Hoch-)Schule inter­es­sie­ren und in die­sem Bereich for­schen und mit­wir­ken wol­len, sind herz­lich ein­ge­la­den, mit­zu­wir­ken. Kon­takt: micados-kontakt@uni-koeln.de

Vertiefungsmöglichkeiten

Wenn Sie sich ins­ge­samt wei­ter inhalt­lich mit dem The­ma aus­ein­an­der­set­zen möch­ten, kann das Lern­mo­dul Hete­ro­ge­ni­tät inter­es­sant für Sie sein.

Die Uni­ver­si­tät zu Köln bie­tet ver­schie­de­ne Ange­bo­te und Mög­lich­kei­ten sich mit Diver­si­tät und Inter­sek­tio­na­li­tät aus­ein­an­der­zu­set­zen, unter anderem:

  • Diver­si­ty-Woche der Uni­ver­si­tät zu Köln: Du machst den Unter­schied!
    Seit 5 Jah­ren ver­an­stal­tet das Refe­rat Gen­der & Diver­si­ty Manage­ment die jähr­li­che Diver­si­ty-Woche „Du machst den Unter­schied!”. Ziel der Woche ist es, durch Ver­an­stal­tun­gen und Aktio­nen für den Umgang mit Viel­falt und Chan­cen­ge­rech­tig­keit zu sen­si­bi­li­sie­ren und auf die exis­tie­ren­den Angebote/Institutionen an unse­rer Uni­ver­si­tät auf­merk­sam zu machen. Das Pro­gramm rich­tet sich sowohl an Beschäf­tig­te als auch an Stu­die­ren­de und Interessierte.
  • DiVers — Didak­tik und Diver­si­ty in der Hoch­schul­leh­re
    Diver­si­ty-Kom­pe­tenz in der Hoch­schul­leh­re: Ein E‑Lear­ning- Tool für Hochschullehrende.
  • Auto­no­mes BIPoC Refe­rat der Uni Köln
Wei­ter­füh­ren­de Literatur

 

Nig­ge­mann, Jan: Kei­ne Klas­se für sich. Eine sor­gen­de Theo­rie­ar­beit (45–58) in: Seeck; Theißl (HG.) „Soli­da­risch gegen Klas­sis­mus“ (2021) UNRAST-Ver­lag, Münster

 

Bereits im Stu­di­um gibt es die Mög­lich­keit sich ver­tie­fend mit dis­kri­mi­nie­rungs­sen­si­bler Bil­dung aus­ein­an­der­zu­set­zen. Hier­zu fin­den Sie an die­ser Stel­le Anregungen:

Zum frei­en Down­load über die USB der Uni Köln (https://​www​.ub​.uni​-koeln​.de/​s​u​c​h​e​n​_​a​u​s​l​e​i​h​e​n​/​i​n​d​e​x​_​g​e​r​.​h​tml):

  • Emme­rich, M./Hormel, U. (2013): Hete­ro­ge­ni­tät — Diver­si­ty — Inter­sek­tio­na­li­tät. Zur Logik sozia­ler Unter­schei­dun­gen in päd­ago­gi­schen Seman­ti­ken der Dif­fe­renz. Sprin­ger VS, Wiesbaden.
  • Foitz­ik, A./Holland-Cunz, M./ Riecke, C. (2019): Pra­xis­buch Dis­kri­mi­nie­rungs­kri­ti­sche Schu­le. Beltz Ver­lag, Weinheim.